Cover: Lara Flues

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Kapitel 1 - Ein verwortakelter Morgen

Das Geräusch von zersplitterndem Geschirr ließ Frau Ehrenstein zusammenzucken. Der feine Pinsel zog eine dunkelbraune Linie quer über ihre Stirn. Missbilligend betrachtete sie das Malheur im Spiegel. Auf der rechten Seite eine perfekt geschwungene Augenbraue, links ein verwortakeltes Konstrukt, das an eine Zeichnung Picassos erinnerte. Sie hörte aufgebrachtes Geschnatter im Erdgeschoss, bis die strenge Stimme von Frau Berkovics die anderen zum Schweigen brachte. Frau Ehrenstein seufzte und tupfte ihre Stirn mit einem Wattebausch ab. Selbstverständlich müsste sie dort unten nach dem Rechten sehen, das wurde von ihr als Hausherrin erwartet. Doch sie würde sich hüten, mit einer unfertigen Augenbraue vor ihren Bediensteten zu erscheinen. Wenn sie sich schon mit so etwas befassen musste, dann wenigstens mit Stil.

Nachdem sie ihre Braue wieder hergestellt hatte, ging sie die breite Treppe hinunter. In der Eingangshalle wäre sie fast über Marie gestolpert. Mit Kehrblech und Besen in der Hand hockte das Dienstmädchen auf dem grauen Marmor und suchte konzentriert den Boden ab. Ihr dunkelbraunes Haar war zu einem strengen Dutt zurückgebunden, über dunklem Rock und Bluse trug sie eine weiße Schürze. Frau Ehrenstein hatte ihrem Mann gegenüber erst kürzlich wieder angemerkt, dass diese Uniform für Hausangestellte im Jahr 1972 antiquiert wirkte. Ohne von seiner Zeitung aufzusehen, hatte Oskar einen tiefen Seufzer ausgestoßen, enerviert den Kopf geschüttelt und ihr erklärt, dass dies in diesem Haus seit jeher Usus sei. Es sei ihre gemeinsame Pflicht, die Traditionen zu wahren und das letzte Bollwerk gegen die Hippies da draußen zu sein. Außerdem müsse man die Dienerschaft von den Herrschaften unterscheiden können.

Marie richtete sich aus der Hocke auf und machte einen Knicks, nur um sich gleich wieder auf den Boden zu begeben.

»Gnä’ Frau.«

Frau Ehrenstein verschränkte die Arme vor ihrer Brust und hob eine perfekt geschwungene Augenbraue.

© iStock / CSA-Printstock

Die Kriminacht im Wiener Kaffeehaus!

In der ausverkauften Conditorei Frömmel’s durften mein Kollege Günther Zäuner und ich aus unseren Krimis lesen. Ein wunderbarer Abend mit viel guter Stimmung und viel süßen Leckereien!

Vielen Dank an alle, die diesen Abend ermöglicht haben!

DANKE FÜR DIE GELUNGENE BUCHPREMIERE!

Es war ein wunderschöner Abend im prächtig geschmückten Festsaal des Bezirksamtes Hietzing! Das anregende Gespräch mit Buchhändlerin Julia Jessenitschnig hat mir genauso viel Freude bereitet, wie die interessanten Fragen der Zuhörer zu beantworten. Danke an alle, die gekommen sind, und an die tolle Organisation von der Buchhandlung Bestseller!

Buchhändlerin Julia Jessenitschnig und Autorin Constanze Scheib an einem Tisch. Constanze Scheib mit einem Mikrofon in der einen Hand, mit der anderen gestikulierend
Autorin Constanze Scheib an einem Tisch sitzend, vor ihr ein Exemplar von "Der Würger von Hietzing"
Foto: http://www.hietzing.at/
Buchhändlerin Julia Jessenitschnig und Autorin Constanze Scheib mit Mikrofonen in der Hand auf einer Bühne an einem Tisch sitzend. Auf dem Tisch ein Exemplar von "Der Würger von Hietzing" davor ein Aufsteller: "Buchhandlung Bestseller"
Foto: http://www.hietzing.at/